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Hier ist eine weitere Leseprobe von einem Twilightfan.

 

Vampire  

Ich saß auf einem Fels am See, dass in dieser Nacht durch den Vollmond silbern funkelte. Das Wasser war ruhig und ich hörte nur das Wasser leise gegen den Sand branden. Es war ein beruhigendes Geräusch. Die Nacht war rein und kalt, aber ich merkte davon nichts. Ich spürte nur diesen unbändigen Durst in mir, mein Verstand rebellierte schon gegen dieses Brennen in mir.
Was sollte ich nur tun? Was war mit mir? Warum dieser Durst nach Blut? Was bin ich?
Ich hörte wie die kleinen Tiere im Wald hinter mir herumschlichen, auf der Suche nach ihren Schlafplatz. Ich hörte ihre Herzen gleichmäßig schlagen. Das des Hasen schnell und leise, dass des Vogels klopfend, das der Kuh langsam und gleichmäßig. Hörte wie das Blut durch deren Körper gepumpt wurde, wie deren Halsschlagadern pumpten. Ich konnte nichts anderes, als an Blut denken. Ich wollte es nicht, aber ich wusste auch, dass ich Blut haben musste, damit dieses Brennen in mir weniger wurde. Ich weiß nicht, was mit mir geschehen war, aber dieser Schmerz…
Ich wollte nur noch sterben, es war als ginge ich durch die Feuerhölle und würde nie mehr herauskommen, jede Faser in meinen Adern brannte. Es war, als würde ich zerspringen, als würde ich bei lebendigem Leibe auseinander gerissen. Und dann war alles vorbei. Da war nur noch diese schwarze Finsternis.
Was war ich gewesen und wer bin ich gewesen?
Ich hielt den Atem an, eigentlich brauchte ich nicht zu atmen, ich konnte auch ohne diese Luft leben, dass hatte ich schon festgestellt, aber dann roch ich diese wunderbaren Düfte der Bäume nicht, das klare Wasser, des Gras. Aber ich roch eben auch Blut.
Ich merkte, dass mein Verstand sich immer mehr verabschiedete, auch wenn ich mich dagegen wand. Dieses animalische Verlangen in mir nahm mich immer mehr ein. Was war nur mit mir?
Ich hatte eine Erklärung, aber daran wollte ich nicht denken… geschweige denn glauben.

Vampire.

Nur Vampire dürsteten nach Blut. Aber Vampire gab es nicht, sie gab es nur in den Märchen, in den Fantasien der Menschen. Es waren nur Legenden.
Ich konnte mich nicht mehr gegen diesen animalischen Durst wehren und überließ mich meinen Instinkten. Ich stand leise und schnell auf, machte kaum ein Geräusch, ging in die Knie, die Hände auf den Boden gestützt, und schloss die Augen.
Mein Verstand arbeitete mit meiner Nase, ich nahm jeden einzelnen Geruch in meiner Umgebung auf und roch Blut. Unmengen von Blut. Ein leises, lachendes Knurren entrang aus meiner Kehle, als ich durch den Wald flitzte. Die Bäume rauschten an mir vorbei, meine Füße berührten kaum den Boden. Da… ich roch dieses warme Blut, das pumpend durch den Körper des Tieres rann. Ohne einen Hauch Chance auf Überleben wand sich der schwere Körper des Bären unter mir, ich biss in dessen Hals und spürte das Blut an meinen Lippen rinnen und den letzten Hauch Leben des Tieres…

Zusammengekauert lehnte ich mich an den Baum. Oh großer Gott, was habe ich gerade nur getan?

Es war früh am Morgen als ich mich aus meiner Starre löste. Gerne hätte ich geschlafen, doch aus irgendeinem Grund blieb mir diese Wohltat verwehrt. Mir fehlte schlicht die Fähigkeit dazu. Aber das war nur eine der vielen Kuriositäten, die ich an mir ausgemacht hatte. Der elende Durst war nun verschwunden, doch ich wusste, dass er wiederkehren würde. Ich ging über den hellen Kies, von dem sich meine nackten Füße leuchtend weiß abhoben, zum See, um mein Erscheinungsbild zu prüfen. Als ich mich über den Rand des Stegs beugte traf mich der Blick von großen goldenen, viel zu hellen Augen, die in einem makellos geformten, elfengleichen Gesicht saßen und mich kritisch musterten. Ihr Blick wanderte von den blassen Füßen die langen, schlanken Beine hinauf, die vorteilhaft in einer marineblauen Röhrenjeans steckten, über einen perfekt proportionierten Oberkörper, der durch eine dünne, weiße, mit kleinen Blümchen bestickte Bluse gut zur Geltung kam und schließlich auf dem eleganten Knoten aus blonden Haaren hängen blieb, aus dem sich ein paar Strähnen gelöst hatten und nun in sanften Wellen ihre Wangen umspielten.
Zornig wandte ich mich ab.Ich hatte überlegt , zurück nach Hause zu laufen , doch das kam dann ziemlich Gefährlich vor. Was war wenn ich plötzlich wieder Durst bekäme, und jeden tötete, der mir über den weg lief ? Nein, ich wollte kein Monster sein . Mit Tränen in den Augen setzte ich mich zurück auf den Steg. Ich konnte kaum noch klar denken, das einzige, was ich noch wusste war, dass ich in Irland in der Stadt Lurgan als Austauschülerin für 2 Jahre lebte, dass mein Name Keira Hayden war.
Es fing an zu Regnen. Ich hörte wie die Tiere sich in ihre Höhlen versteckten, und wie die einzelnden Regentropfen die
Blätterspitzen berührten. Mir wurde immer schauriger, doch wo sollte ich hin ? Durch den Regen wurden die Gerüche noch intensiver, ich konnte immer weniger denken, es hinderte mich mit Schmerz, ich hatte Angst meinen Instinkten zu folgen. Nach Hause zu meiner Gastfamilie konnte ich nicht, bestimmt machte sich meine Gastmutter schon tierische Sorgen , es war auch nicht auszuschließen, dass die ganze Stadt schon nach mir suchte.Doch noch während ich versuchte all die neuen und intensiven Gerüche, die mich gegen meinen Willen mit einer ungeheuren Ahnziehungskraft anzulocken schienen, zu verdrängen, war da noch etwas anderes, dass meine Aufmerksamkeit auf sich zog.
Ich hörte plötzlich Dinge, die ich nicht einordnen konnte, Dinge die sich nicht in naher Umgebung abspielten, sondern von weit entfernt kamen. Stimmen. Ja, jetzt hörte ich sie deutlicher, doch sie waren noch so weit entfernt. Ich rebellierte gegen das Ungeheuer in mir, dass mich versuchte in die Knie zu zwingen. Dessen ausdrücklicher Wunsch es war sich auf sie zu stürzen, ihre Halsschlagadern mit diesen scharfen Zähnen zu durchtrennen und ihr reines, köstliches Blut zu schmecken. Zu spüren wie die Energie in einen zurückkehrte. Ich fiel auf die Knie und hielt meinen Kopf in beiden Händen. Ich kämpfte, kämpfte gegen das was ich geworden war, was ich nie werden wollte.
Der Steg erzitterte unter den Bewegungen meines Körpers. Es war unmöglich ihre Stimmen jetzt noch zu überhören. Sie waren nah. Zu nah. Ich hörte, wie sie meinen Namen riefen. Ich spürte, wie sich das Gift in meinem Mund ausbreitete, während ich meinen Kiefer unnormal fest Aufeinander presste. Nun konnte ich sie riechen.

Ich roch viele Gerüche, die meisten waren männlich und herb. Ich roch auch ihren Schweiß, ihre Herzen schlugen schnell und teilweise auch unregelmäßig. Ihre Schritte wechselten von schnell in langsam und umgekehrt. Ihre Stimmen waren laut, fast als würden sie brüllen. Sie riefen ständig meinen Namen, einen Namen der mir nicht mehr vertraut war. Es war, als wäre ich in einer anderen Welt.
Ich schloss in meiner Verzweiflung meine Augen, hielt den Atem an und presste meine Hände gegen meine Ohren, doch nichts half.
Ich konnte sie einfach nicht ignorieren. Ich spürte, dass sie immer näher kamen, dass sie mich bald finden würden, wenn ich mich nicht davon machte. Ich seufzte leise und biss auf meine Lippen. Ich zuckte kurz zusammen, als sich meine messerscharfen Zähne durch meine Lippen bohrten, es tat nicht weh, aber es war unangenehm und sich das Gift in meinem Mund sammelte. Ich blickte mich um und sah schon in der Ferne die ersten Gesichter. Ich erkannte sie.
Dieses runzlige Gesicht des Mannes, der die Gruppe anführte war der Nachbar meiner Gastfamilie gewesen, die Frau neben ihn war die Hundesitterin von ihm gewesen... Neben dem Nachbar stand der Sohn der Nachbarin von gegenüber...
Ich riss mich zusammen und blickte auf die Bäume.
Ich könnte auf die Bäume klettern und mich dann solange still halten... Ob ich auf einen der Bäume klettern kann?
Ich stand auf, bewegte mich leise und schnell auf die Bäume zu. Als ich vor einem dicken Stamm stand, blickte ich noch einmal über meine Schultern und blickte auf die Menschenmenge, die sich dem See näherten. Ich blickte dann wieder hoch zu den Ästen.
Ich schaffe das niemals... die Äste sind viel zu hoch...
Ich wollte es aber dennoch probieren und setzte zum Sprung an. Ich ging in die Knie und stemmte mich vom Boden und ehe ich mich versah, war ich schon auf dem Ast, auf den ich wollte.
"Wow...", entfuhr es mir. Ich blickte auf den Boden, der mindesten einen halben Meter unter mir war. Ich kletterte weiter leichtfüßig hoch, stellte fest, dass ich einen super Gleichgewicht hatte und rasend schnell bis in die Baumkronen klettern konnte, ohne dass ich ausrutschte. Ich blieb zwischen den Blättern und den vielen Ästen versteckt und beobachtete die Menschenmenge.
Es war fast die ganze Straße da... Alle aus der Nachbarschaft, und noch von ein paar anderen Straßen. Sie hielten alle Taschenlampen und Handys in der Hand, einige hatten auch noch Walkie-Talkies in den Händen. Sie schrien sich gegenseitig zu, ob jemand mich gesehen hat, zwischendurch riefen sie auch noch meinen Namen.
Sie werden mich nie wieder finden, nicht so wie ich bin..., dachte ich traurig und lehnte mich an den Stamm. Ich wollte weinen, aber ich konnte es nicht. Der schwere Kloß in meinem Hals wurde immer größer.
Werde ich nie wieder einem Menschen gegenüber treten können? Wie soll ich nur das aushalten? Was mache ich nur mit meiner Gastfamilie, die mich schon wie ihre eigene Tochter lieben und... Tony...
Bilder vergangener Tage kamen mir wieder in Erinnerung. Nicht von mir, nein, von Tony. Diesen Jungen aus der Nachbarschaft. Tony mit seinen dunkelbraunen kurzen Haaren, seinen blauen Augen...
Ich zog die Knie an mich, schlang meine Arme darum und blickte gedankenverloren auf den See, versuchte die Stimmen zu ignorieren, genauso wie ihre pochenden Herzschläge, das Rauschen ihres Blutes durch den Körper. Ich versuchte, meine ganzen Sinne auf die Erinnerung an Tony zu konzentrieren. Diesem Menschen, der mir zeigte, was es hieß, einen Menschen zu lieben...

Langsam kullerte mir eine Träne über die Wange, benezte meine Lippen, fiel, kam schließlich mit einem dumpfen Schlag auf dem moosbewachsenen Waldboden auf und zerschellte in tausende winzige kristallene Perlen, während meine Gedanken um Tony kreisten. Ich durchforstete mein Gedächtnis nach den schönsten Momenten, die wir zusammen erlebt hatten, doch alles sah merkwürdig unscharf aus, als hätte man vergessen, die Schutzfolie von der Linse einer nagelneuen Kamera zu ziehen.

 

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