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Geschichte ... xD

Endlich war der Tag gekommen. Stundenlang hatte ich beim Friseur gesessen um mir die Haare machen, und Make up ins Gesicht schmieren zu lassen. Aber das Ergebnis konnte sich doch recht gut sehen lassen. Das Kleid, welches meine beste Freundin ausgesucht hatte, sah einfach nur toll aus. Sie hatte eine gute Wahl für die Kleider ihrer Brautjungfern getroffen. Trägerlos, knielang und Champagnafarben. Zusammen mit ihrer Schwester, die gleichzeitig ihre zweiten Brautjungfer war, den beiden Männlichen Trauzeugen und dem Bräutigam, standen wir vor dem Altar der Kirche und warteten auf den Einmarsch der Braut. Ihr zukünftiger Ehemann starrte Gespannt auf die Kirchentür. Die Glocken erklangen, die Tür öffnete sich und herein kam eine strahlende Schönheit, geführt von ihrem Vater. Nach der Zeremonie standen wir alle vor der Kirche, es wurden Hände geschüttelt, es wurde umarmt und gratuliert Sandra strahlte wie der Sonnenschein persönlich und immer wieder kullerten ihr Freudentränen über ihre Wangen. Auch ich war immer wieder zu Tränen gerührt. Vor Freude, wie auch vor Trauer. Alle meiner Freunde hatte einen Partner, nur ich war noch allein. Aber das war nicht das schlimmste, denn von nun an würde Sandra endgültig in London leben. Bei ihrem Mann. Sie würden eine Familie gründen und glücklich sein. Und ich würde wahrscheinlich dann immer noch alleine in meiner Studentenbude hocken und haufenweise Junkfood in mich reinschaufeln vor Frust, keinen Partner zu haben. Jetzt würde sie mich nicht mehr jeden Abend besuchen kommen, oder mich anrufen und bis spät in die Nacht zu plaudern. Von nun an wird sie ihr eigenes Leben leben und das weit weg von mir. Ich gönnte ihr das Glück, keine Frage, doch sie fehlte mir schon jetzt. Während des Fototermins fing ich mich wieder und überspielte gekonnt meine Traurigkeit. Schließlich war das Sandras großer tag und den wollte ich ihr auf keinen Fall mit meinem Rumgeheule vermiesen. Nach dem Empfang gingen wir alle auf unsere Plätze, ich saß links neben der Braut. Neben dem Bräutigam der Trauzeuge, so wie sich das nun mal gehört. Während ich schon auf meinem Platz saß und alle warteten, das sich auch das Brautpaar setzte, machte ich mich mit dem ersten Trauzeugen bekannt, mit dem ich bisher nur einzelne Worte gewechselt hatte. Er war jung. Zarte 20 und er hatte sehr feine Gesichtszüge. Fast wie ein Mädchen, aber süß irgendwie. Irgendwie kam er mir bekannt vor, aber ich hatte keine Ahnung warum, schließlich hatte ich ihn doch heute zum ersten Mal gesehen oder nicht? Sein Name war Robert, und er war der beste Freund von Tom, dem Bräutigam. Tom war 3 Jahre älter als er, aber immer noch 3 Jahre jünger als seine Frau. Ich verstand mich gut mit Robert, und wir unterhielten uns noch eine ganze weile, auch nach dem Essen, bis zu den Reden des Trauzeugen und der Brautjungfer. Ach ja die Rede, die hatte ich total verdrängt. Ich hoffte, das Roberts Rede so schlecht sein würde, das keiner mehr Interesse an meiner haben würde, doch alle Hoffnung war vergebens. Roberts Rede war toll. Sie war witzig und wehmütig zugleich. Alle lachten und applaudierten laut. Und so war ich an der Reihe. Ich zögerte erst, stand dann auf und räusperte mich um dann anzufangen: „Sehr geehrte Gäste, mein liebes Brautpaar, ich bin nicht grad der große Redner, deshalb werde ich mich kurz halten. Ich kenne die Braut schon meine halbes Leben. Genaugenommen seit 14 Jahren. Genau wie ich war sie ein kleines Mauerblümchen und saß allein da, am ersten Schultag der 5ten Klasse. Also hab ich mich erbarmt und mich zu ihr gesetzt.“ Alles lachte und ich machte eine kurze Pause. „ Von da an waren wir unzertrennlich, haben etliche Bon Jovi Konzerte besucht und dabei gekreischt, wie eine wild gewordene Horde Hyänen.“ -Wieder Gelächter- „ Als ich die Nachricht bekam sie hätte einen neuen Freund, der in London lebt, viel ich aus allen Wolken und hoffte, das sie sich ganz schnell wieder von ihm trenne würde, damit ich sie wieder für mich allein habe, doch leider wollte sie nicht als ewige Junggesellin enden so wie ich, und behielt ihn auch noch.“ -Mitleidiges OHHHH erhellte den Raum- „ Aber als ich ihn dann kennengelernt hatte, wusste ich warum sie sich für ihn entschieden hat, denn er tut ihr wahnsinnig gut. Ich kenne kaum ein Pärchen, was sich so ergänzt wie sie. Meine liebe Sandra, mein lieber Tom, ich wünsche euch viele Kinder und alles Glück der Erde, aber BITTE, lasst mir auch noch was übrig, das ich nicht für immer alleine bleibe!!!!!“ Alles lachte und applaudierte und mir viel ein Stein vom Herzen. Ich setzte mich und leerte mein Glas Rotwein auf ex.

 

Dann folgten die Ehrentänze. Ich hatte Bammel davor, denn ich konnte nicht wirklich gut tanzen, und außerdem wusste ich nicht, mit wem ich tanzen sollte, so ganz ohne Partner. Zum Glück war Robert auch allein hier und er forderte mich zum Tanz auf. Ich hoffte, mich nicht zu sehr zu blamieren, doch zu meiner Überraschung ging alles wie geschmiert, denn Robert war ein begnadeter Tänzer und so konnte ich mich gut von ihm führen lassen und mir passierte kaum einen Patzer.

Nach der endlosen Tanzerei, begab ich mich völlig erschöpft zur Theke, um erst mal meinen Durst mit einem schönen kühlen Bier zu stillen.
Naja der Durst war zwar gestillt, dafür schmeckte das Englische Bier aber zum Kotzen. Schmeckte wie ein abgestandenes Hansa Pils, pfui Teufel.
Robert hatte meine verzogene Schnute bemerkt und kam lachend auf mich zu. Und wieder unterhielten wir uns. Eine ganze Weile, nein eine halbe Ewigkeit, denn es war schon früh am morgen, als wir uns allmählich auf den Heimweg machten. Robert begleitete mich im Taxi zu meinem Hotel und auf dem Weg dorthin tauschten wir unsere Handynummern aus, weil wir unbedingt in Kontakt bleiben wollten, so gut verstanden wir uns.
Er hatte noch die Idee sich am nächsten Tag zum Mittagessen zu treffen, doch daraus wurde nichts, denn mein Flieger nach Hause startete schon an diesem Morgen um halb 11.
Völlig erschöpft lies ich mich in mein Bett fallen und schlief auch keine 10 Sekunden später schon ein. Und wie es nun mal nach so einer Party kommen musste, hatte ich verpennt, und kannte wie von der Tarantel gestochen im Hotelzimmer herum, um meinen Kram zusammenzupacken und dann schnell ins Taxi zu springen, welches mich zum Flughafen brachte.
Ich hatte bis dahin nur knappe 4 Stunden geschlafen und fühlte mich, als hätte mich ein Panzer überrollt. Mein Schädel brummte und mein Magen kämpfte noch gegen Alkohol der vergangenen Nacht. Ich war doch tatsächlich betrunkener gewesen, als ich dachte…
Nach endloser Warterei startete endlich das Flugzeug und ich konnte meine Augen endlich wieder entspannen und etwas vor mich hindösen.
Zum Glück dauerte der Flug nur 2 Stunden und der Weg vom Flughafen zu meiner Wohnung auch nur ne halbe Stunde. Kaum hatte ich die Wohnungstür aufgeschlossen, lies ich mich auf meine Couch plumpsen um noch mal einige Stunden meinen Rausch auszuschlafen.

Einige Tage vergingen und von Mal zu Mal fühlte ich mich einsamer.
Es kamen keine Anrufe, und auch keine SMS meiner Freundin. Naja ich war ihr deswegen auch nicht böse, denn schließlich war sie mit ihrem Tom in den Flitterwochen. Für ganze zwei Wochen nach Spanien in die Sonne.
Mein Handy stand fast vollkommen Still. Hier und da mal nen Anruf von meinen Eltern, oder ne SMS meines nervigen kleinen Bruders, der mal wieder unbedingt bei mir an den Laptop müsste um zu surfen. Ja dafür war seine blöde große Schwester noch gut…
An einem Sonntagabend, saß ich mal wieder vor dem Fernseher und zappte durchs Programm, denn es lief mal wieder nichts Gescheites. Nur ein Paar Liebesschnulzen, auf die ich überhaupt kein Bock hatte.
Gedankenversunkend, holte mich das Vibrieren meines Handys in die Realität zurück. Eine SMS. Was will denn schon wieder mein blöder Bruder? Kann er mich nicht mal an einem Sonntagabend in Ruhe lassen? Schoss es mir in den Kopf, doch es war nicht mein Bruder, sondern Robert. Ich freute mich von ihm zu hören und las neugierig seine Nachricht:
„Hi. Na, hast Dich von der Hochzeit wieder erholt? Man ich hatte vielleicht einen Kater… Ich hoffe es ging dir besser wie mir… Wie geht’s dir so? Entschuldige, dass ich mich erst jetzt melde, aber ich war im Stress… Habe heute eine Karte von Tom und Sandra bekommen, die sich da toll erholen… Würd mich freuen von dir zu hören… Liebe Grüße, Rob“

Leider hatte ich kein Guthaben auf der Karte, was mich total ärgerte. Jetzt dachte er wahrscheinlich, dass ich nichts von ihm wissen wollte.
Um das zu vermeiden, lief ich gleich am nächsten Morgen zum Kiosk um die Ecke, und holte mir eine call now Karte, um ihm gleich Auf dem Weg zur Uni mit Zug zu antworten: „ Hey Robert. Hat mich sehr gefreut, von dir zu hören…Leider muss ich dich enttäuschen, was den Kater anging, denn leider ging es mir mindestens genau so übel wie dir. Den ganzen Tag brummte mir der Schädel und mein Magen rebellierte, gegen jede Art von fester Nahrung. Aber zum Glück lebe ich ja noch… Ich will ja nicht neugierig sein, aber warum warst du im Stress… In deinem Alter sollte man es sich noch nicht stressig werden lassen :-)… O.K. lassen wir das… Ich bin grad auf dem Weg zur Uni, und werd mir mal wieder einen langweiligen Vortrag von Herrn Professor Dr. Hase anhören in dem er ohne Luft zu holen über das Brandenburger Tor schwafelt… Nun ja… Also dann, wir hören voneinander denk ich… cu Josy.“

Die Antwort lies nicht lange auf sich warten, denn schon wenige Minuten später meldete sich Mein Handy. Und ich las:“ Guten Morgen…Schäm dich, mich so früh aus den Federn zu schmeißen… Ich war noch in meinen tiefsten Träumen…Um deine Frage zu beantworten, warum ich Stress hatte: Ich musste mich auf ein Carsting vorbereiten… Professor Dr. Hase, was für ein Name… Muss ja super interessant sein deine Vorlesung, das du dich schon um diese Zeit zur Uni quälst… ach ja noch eine Bitte an dich: BITTE nenn mich Rob, ich mag es nicht, wenn man mich Robert nennt….Ich warte auf Antwort:-)…ROB“

Die ganze Fahrt über, eine halbe Stunde, schrieben wir hin und her. Ich erzählte ihm von Professor Dr. Hase, der wie sein Name vermuten lässt, lange Ohren und Hasenzähne hatte, das ich Kunst und Architektur studierte und das es gar nicht so früh war, wie er meinte (ich hatte die Zeitverschiebung von einer stunde vergessen, auf meiner Uhr war es 9).
Und er berichtete mir von seinem NICHT Modelcarstig, was ich vermutet hatte wie wohl so viele, sondern das eines Kinofilmes, welches super gelaufen war, aber er noch keine Antwort bekommen hatte.
Ich war beeindruck, davon, das er Schauspieler war und drückte ihm alle Daumen.
Dann hielt der Zug an meiner Haltestelle und ich stieg aus. Dort wurde ich auch schon von meiner Freundin Diana abgeholt, die wie ich auf die Uni ging und die Gleichen Kurse wie ich besuchte. Ab und zu unternahmen wir mal was zusammen, aber so gut wie mir Sandrah war ich mir ihr längst nicht befreundet, denn in manchen Dingen war sie so kindisch.

Zwischen Rob und mir entwickelte sich eine wirklich gute Freundschaft und schrieben nun fast täglich miteinander, oder telefonierten stundenlang. Die Leute beim Carsting hatten sich tatsächlich für ihn entschieden und er musste für einige Zeit in die Staaten reisen um dort dem Film zu drehen. Leider hieß das, das er nicht mehr so viel Zeit hatte um stundenlang mit mir zu chatten, zu telefonieren oder sonstiges, aber er versprach sein bestes zu tun.

An einem Samstagabend saß ich wie so oft in letzter Zeit, allein vor der Glotze. Diana hatte mich zwar gefragt, ob ich mit ihr was Trinken gehen wollte, aber für ihr Teenygehabe hatte ich null Kraft. Also war wieder der Fernseher mein Begleiter für diesen Abend. Zu meinem Glück lief wieder nichts interessantes, also blieb ich bei einem dieser Harry Potter Filme, den ich mir mal mit Sandra im Kino angesehen hatte, weil kein Anderer Zeit hatte, hängen.
Ich war gerade dabei den Kampf gegen meine Augen zu verlieren, nicht zuzufallen, dachte ich, ich seh nicht richtig. Das war doch nicht Rob, der da durchs Bild lief oder etwa doch.
Und tatsächlich, er war es. Kein Zweifel. Verwechslung ausgeschlossen.
Warum hatte er nichts gesagt?
Jetzt war mir auch klar, warum er mir so bekannt vorkam, als ich ihn auf der Hochzeit kennengelernt hatte. Mensch, Sandrah hätte mir ruhig mal ein Sterbenswörtchen sagen können, das der beste Freund ihres Ehemannes ein Schauspieler war, den wir schon mal auf der Leinwand gesehen hatten.
Zum Glück war ich noch nicht wirklich in eine peinliche Situation deswegen geraten. Ich musste grinsen bei dem Anblick, das er durch den Bildschirm lief.
Ich griff nach meinem Handy und schrieb ihm, zum 10. Mal an diesem Tag, eine SMS. Vermutlich blieb diese, wie die anderen auch, unbeantwortet, aber das war mir zu dem Zeitpunkt ziemlich egal. Ich musste es einfach loswerden.
„Hey du Arbeitstier! Ja genau ich schon wieder. Aber eins MUSS ich jetzt erzählen und mich bei dir beschweren. Also ich bin grad dabei mir einen Harry Potter Film anzusehen…Und nun rate mal, wen ich da entdeckt habe…Na erraten? Bingo…Ganz richtig. DICH. Warum hast du mir nichts davon erzählt? Ich dachte der Film, den du jetzt drehst sei dein erster…Und du lässt mich auch noch in dem Glauben…Also wirklich, jetzt solltest DU dich aber schämen…Ich warte auf eine Erklärung… Bis dann, Josy“
Antwort, kam ich natürlich keine.
Ein paar Tage später saß ich abends an meinem Laptop um für ein Referat über Baustile zu recherchieren, loggte sich Rob ein.

 

-         Hi Josy. Wie geht’s dir?
- Ganz o.k. Und dir?
- Bin ziemlich k.o. Aber das schlimmste is überstanden.
- Freut mich. Wann ist denn der Film abgedreht?
- Wir rechnen damit, dass wir in 2 Wochen damit durch sind. Dann hab ich endlich ein paar Tage frei, bevor die ganzen Pressekonferenzen und so anfangen.
- Und wie wirst du deine freien Tage verbringen?
- Weiß nicht genau. Wahrscheinlich damit, einfach rumzuhängen, mir Freunden mal was trinken gehen und das wichtigste wird sein: SCHLAFEN! So wenig Schlaf wie ich in den letzten Tagen hatte, hatte ich in meinem ganzen Leben noch nicht. O.K. ich kenn das ja, wie das abläuft beim Film, aber sooo schlimm hab ich mir das diesmal nicht vorgestellt!!! Das ist wohl der Nachteil daran, wenn man die Hauptrolle spielt.
- Du armer Junge… ja ja nicht dein erster Film. Ganz genau… hast du mir da nicht was zu erklären?
- Entschuldige, aber ich bin nicht der Typ, der damit angibt, dass er neben Daniel Radcliffe vor der Kamera stand, an dem man sich so oder so nicht erinnert, weil er den Löffel abgibt…
- Also ich konnte mich an die Rolle erinnern…
 Ich binJ- Das vielleicht, aber wohl nicht an das dazugehörige Gesicht  nicht berühmt, was sich auch wohl nicht ändern wird, und das ist auch gut so… Ich mag es zu schauspielern und es ist mir egal, ob es nun für eine Fernsehrolle, einen Kinofilm, das Theater oder einfach nur ein Werbespott ist…
- Schon gut, schon gut, ich verzeihe dir ja.
- Wir müssen uns mal wieder treffen…
- Ja, gerne…
- Komm mich doch besuchen, wenn ich meine freien Tage habe… dann gehen wir mal wieder so richtig feiern…
- Hmmm. Hört sich gut an, allerdings bin ich grad voll im Klausuren Stress. Das macht es für mich unmöglich, ein paar Tage blau zu machen…
- Verstehe… aber das holen wir nach, o.k.?
- Bestimmt
- Versprochen?
- Versprochen!!!
- Gut ich verlass mich drauf… sei mir nicht böse, aber ich werde wieder verlangt… Also ich meld mich dann bei dir… Bye…
- O.k. ich wünsch dir was… machs gut, bis die Tage dann… Bye!

 

Einige Wochen vergingen und ich hatte seit dem nicht wieder mit Rob gesprochen. Ich vermisste ihn schon richtig. Die lieben SMS, seine lieben Worte, die lustigen oder auch mal ernsten Telefonate. Ich liebte es seiner Stimme zu lauschen. Sie hatte eine beruhigende Art und Weise an sich. Und sie klang so Männlich. Irgendwie passte die Stimme nicht so ganz zu seinem Äußeren. Ein feines Milchbubigesicht und eine Stimme, die schon fast sexy klang. Okay ich hatte Rob schon seit über einem Jahr nicht gesehen, doch ich bezweifelte, dass er sich stark verändert hatte. „schau doch bei Google nach“, hatte er mir mal vorgeschlagen, als ich ihm davon erzählte, wie ich dachte, doch das war mir zu blöd. Ich hatte es nicht nötig, mir im Internet anzuschauen, wie mein bester Freund zurzeit aussieht. Da würde ich irgendwann schon selber hinterkommen, wenn ich ihn endlich wiedersehen würde.

Die Woche ohne nur irgendein Lebenszeichen von ihm, kam mir öde und langweilig vor. Er hatte mich bis jetzt immer zum lachen gebracht, wenn ich mal mies drauf war.
Dann endlich meldete er sich wieder. Ich steckte mitten in einer Vorlesung, nahm aber trotzdem ab und schlich mich dann aus dem Saal.
Stundenlang telefonierten wir, so viel hatten wir uns zu erzählen. Selbst als ich aus dem Zug stieg und zu Fuß weiter nach hause ging, waren wir noch voll im Gespräch. Das Schöne daran war, das wir uns immer viel zu erzählen hatten. Nie gingen uns die Gesprächsthemen aus, nie wurde es langweilig, obwohl wir so oft voneinander hörten oder schrieben.
„Sag mal wovon handelt der Film eigentlich?“ fragte ich irgendwann.
„Es ist eine Fantasy Liebesgeschichte könnte man sagen. Eine Romanverfilmung. Genaugenommen gibt es vier Teile. Ich habe die Bücher alle gelesen. Wenn du willst, kann ich sie dir mal rüberschicken, das du sie lesen kannst und genau bescheid weißt.“
„Danke das wäre lieb von dir. Ich liebe Fantasybücher.“
„Weiß ich doch!“
Rob versprach mir die Bücher gleich nächsten Tag loszuschicken, und dann verabschiedeten wir uns voneinander.
„Bis morgen dann Josylein.“
„Bis morgen ROBBY!“
„Ahhhh. Nenn mich bitte nie wieder so, verstanden?“
„Mal sehen, wenn du mich nie wieder Josylein nennst, dann vielleicht.“
„Hast ja gewonnen. Also dann bis morgen Josephine….oh..ähm…Josy natürlich!“
„Bye Rob.“
„Bye!“

Und so war es dann auch. Am nächsten Tag telefonierten wir wieder. Und am Tag darauf ebenfalls. Und am Tag darauf…Und so weiter. Er erzählte von seinen freien Tagen, die er in allen Zügen genoss, das er mich unbedingt wiedersehen möchte, und und und.
Wie er es versprochen hatte, kamen einige Tage später die Bücher an. Inklusive eines handgeschriebenen Briefes:

Hey Josylein! (Ich kann’s einfach nicht sein lassen :-))

Hier kommen wie versprochen die Bücher…Ich hoffe sie gefallen dir. Ich fand sie sehr interessant. Okay im Gegensatz zu dir lese ich ja sehr viel, wenn ich Zeit dafür finde. Aber ich denke, diese Bücher hast du genau wie ich im Nu durch.
Nun ja. Verraten werde ich nichts…
Es ist irgendwie merkwürdig mit dir zu telefonieren, zu schreiben und so, weil wir uns erst einmal gesehen haben. Du bist meine beste Freundin geworden, obwohl wir nichts miteinander unternehmen. Wir sind uns so vertraut geworden, nach all der Zeit. Ich kann mit dir über alles reden, und über total absurde Sachen lachen. Ich liebe das. Tom sehe ich auch nur noch selten und dann hat er auch nicht grade immer viel Zeit. Ich ja sowieso nicht im Moment. Also bleiben mir nicht viele enge Freunde, mit denen ich was unternehmen kann. Und mit denen kann ich auch nicht so locker reden, wie mit dir. Es ist einfach toll dich als Freundin zu haben. Wer dich als Freundin hat, kann sich glücklich schätzen. Dass du da drüben so gut wie keine freunde hast, kann ich kaum glauben. Jemand wie du müsste etliche Freunde haben, aber ich weiß selber, gute Freunde zu finden, ist schwer. Da bin ich umso glücklicher, dich kennengelernt zu haben.
Aber nun genug Geschwafel über Freundschaft und so…
Jetzt fang man an zu lesen und viel Spaß dabei…
Bye Rob!
P.S. Ich hab dich lieb!!! :-)

Ich bekam dabei eine richtige Gänsehaut, als ich den Brief las. Ich hatte mich riesig über diese lieben Worte gefreut.
„Ich hab dich lieb!“ – Das war zu niedlich. Und ich hatte ihn auch lieb.
Kurz entschlossen, kramte ich Stift und Zettel raus und begann ihm ebenfalls einen Brief zu schreiben:

 

Hi ROBBY! (Ich hab dich gewarnt!)

Zuerst möchte ich mich ganz lieb bei dir bedanken, dass du mir die Bücher zugeschickt hast. Wenn ich mal etwas Zeit finde, zwischen dem ganzen Pauken für die Klausuren, werde ich mich bemühen, anzufangen zu lesen.
Weißt du, für mich ist es im Moment etwas schwierig, etwas anderes zu machen, als mich auf mein Studium zu konzentrieren. Da tut es verdammt gut, einen Freund wie dich zu haben. Der einen ablenkt, zum Lachen bringt und so. Du bist nämlich ein genauso wertvoller Freund für mich, wie ich es für dich bin. Da ich mit Sandra leider nicht mehr so oft kommuniziere, bist im Moment eher du mein bester Freund als sie. Ich schätze dich sehr, und will dich absolut nicht mehr missen in meinem bescheidenen Leben. Dein Leben ist sehr interessant und abwechslungsreich im Gegensatz zu meinem. So bringst du mir auch etwas Abwechslung in meinem Leben, wenn du mir aus deinem erzählst.
Dein Brief hat mich sehr berührt und ich bekam regelrecht eine Gänsehaut, bei deinen Worten. Es hat mir sehr geschmeichelt. Ich danke dir für diese lieben Worte. Und lass dir eines gesagt sein: Ich werde mein allerbestes tun um dir IMMER so ein guter Freund zu sein. Das du immer mit mir so viel spaß haben wirst, und das du immer mit mir über alles reden kannst!!!!! VERSPROCHEN.
Und eines noch: Ich hab dich auch lieb!!!!!!
Auf eine ewige Freundschaft
Deine Josy
P.S. Du fehlst mir, und ich möchte dich unbedingt bald wiedersehen!!!

Ich zögerte, den Brief abzuschicken, doch ich überwindete mich doch, den Brief in den Postkasten zu werfen.

Einige Tage später, hatte er sich bei mir für den Brief bedanke. Wir hatten wieder stundenlang die Leitung besetzt und geplaudert. Bis spät in die Nacht hinein.

Und dann hörte ich wieder eine lange Zeit nichts von ihm. Nur hier und da mal ne SMS

Einige Monate später, überredete mich Diana, mit ihr ins Kino zu gehen. Irgendeinen Vampierfilm meinte sie. Okay, dachte ich, Vampierfilme mag ich wohl. Also kam ich mit. Vor dem Kino hatte sich eine riesige Schlange gebildet. Diana hatte zum Glück die karten vorbestellt, also konnten wir schon in den jetzt schon überfüllten Kinosaal. Plätze bekamen wir leider nur noch ganz Vorne.
Die Werbung ging vorüber, einige Kinotrailer liefen, und dann fing der Film an.
Interessiert schaute ich zur Leinwand und dann haute es mich fast vom Hocker. Scheiße, das war der Film von Rob. Mensch ich hätte doch mal anfangen sollen, die Bücher zu lesen, dann würde ich hier nicht sitzen wie Ochs vorm Berg.
Ich grinste in mich hinein. Ich staunte nicht schlecht, was aus dem jungen Mann, mit den überaus feinen Gesichtszügen, geworden war. Er war verdammt männlich geworden. Und das innerhalb eines Jahres. Ich konnte es kaum Glauben.
„Der is Süß oder?“ riss mich Diana aus meinen Gedanken.
„Süß???? Der is doch nicht süß! Der is schon sexy!“ verdammt, hatte ich das jetzt wirklich gesagt? Was hatte ich mir da nur bei gedacht. Er war doch mein bester Freund, und den besten Freund findet man doch nicht sexy, oder?
Wieder konzentrierte ich mich auf den Film, der wirklich sehr gut war. Wie mussten dann erst die Bücher sein?
Wieder wurde ich aus meinen Gedanken gerissen als mein Handy vibrierte. Schnell warf ich einen Blick drauf und wie es der Zufall so wollte, war das Edward Cullen persönlich.
„Hi Josy. Was treibst du schönes an einem schönen Samstagabend? Ich muss dir unbedingt was erzählen. Meld dich bitte!!!!“

 

Eigentlich war ich ja nicht der Typ, der im Kino SMS schreibt, vor allem, wenn der Film interessant war, aber angesichts dessen, dass es sich um Robert handelte, machte ich eine Ausnahme und schrieb zurück:
„Hey Rob, was gibt es denn so dringendes? Ich sitze grad im Kino.“
Und die Antwort lies nicht lange auf sich warten:
„Du? Im Kino? Das ist ja mal was ganz neues! Mal nicht zuhause sitzen und Trübsal blasen? Was schaust du denn schönes?“
„Das willst du gar nicht wissen!“
„Hätte ich sonst gefragt? Also sag schon.“
„Okay, wie du willst. Diana hat mich dazu überredet, Twilight anzusehen. Leider hatte ich keine Ahnung, was das für ein Film ist, denn ich bin immer noch nicht dazu gekommen, die Bücher zu lesen….Ich schäme mich ja so! UND? Was gibt es jetzt so wichtiges bei dir?“
„Also so was. Du solltest dich wirklich schämen. Du hast die Bücher jetzt mittlerweile einige Monate. Wenigstens eins hättest du doch lesen können…Ach was, halb so wild. Lass dir Zeit.“
„Du hast meine Frage nicht beantwortet, Ich möchte gern noch was von dem Film mitkriegen, wenn du verstehst.“
Diana schaute genervt zu mir rüber und meinte, ich solle endlich dieses scheiß Handy weglegen und mich auf den Film, mit diesem tollen Kerl konzentrieren. Ich musste mich zusammenreißen, nicht laut los zu lachen. Wenn sie eine Ahnung hätte, mit wem ich da grade schreibe, hätte sie mir das Handy aus der Hand gerissen und selbst mit ihm 1000 SMS geschrieben.
Dann vibrierte es wieder: „Ach weißt du, ich hab da jemanden tolles kennengelernt. Ruf mich doch an, wenn du wieder zuhause bist, dann kann ich dir alles in Ruhe erzählen.“
„Hey das ist doch toll. Okay. Dann bis später. Ich freu mich!“
„Ich mich auch! Bis später!“
Dann konnte ich mir endlich den Film zu Ende anscheuen, ohne noch mal gestört zu werden. Er war wirklich sehr gut. Ich war sehr stolz auf Rob.

 

Als ich dann endlich zuhause war, rief ich auch gleich Rob an. Er erzählte mir, dass er eine wirklich tolle, interessante Frau kennengelernt hatte. Sie würden sich super verstehen und es bestände wohl die Möglichkeit, dass es etwas Ernstes werden könnte. Irgendwie war ich etwas eifersüchtig. Warum wusste ich auch nicht. Ich durchlöcherte ihn mit Fragen, um festzustellen, ob sie auch gut genug für sie war, aber zu diesem Entschluss kam ich nicht. Das jedoch, verschwieg ich ihm. Sonst wäre er wohlmöglich sauer geworden oder so was. Und darauf hatte ich partout keine Lust. Er konnte richtig zickig werden, wenn was mal nicht nach seiner Nase ging. Wie ein kleines Kind. Manchmal fand ich das ja süß, aber in diesem Fall musste ich das nicht haben.
Nach einigen Stunden, wieder mal spät in der Nacht, verabschiedeten wir uns. Ich legte mich müde ins Bett, hatte aber Schwierigkeiten einzuschlafen. Nachdem ich mich zigmal hin und her gewälzt hatte, schlief ich nun doch ein.
Und zum ersten Mal träumte ich von Rob. Ich hatte mich unsterblich in ihn verliebt, genau wie Bella im Film in Edward. Merkwürdiger Traum.

Am nächsten morgen wurde ich von einer wirklich sehr merkwürdigen SMS aus meinem Schlaf gerissen. Wie ich nicht anders vermutet hatte, war es natürlich Rob.
„Hilfe Josy. Ich weiß nicht was passiert!!!!!!!!!“
Ich vermutete, dass er über seine Gefühle zu Ms. Wundervoll redete, und da ich da am frühen Morgen keinen Gedanken dran verschwenden wollte, ignorierte ich seine Nachricht.
Ganz langsam erhob ich mich aus meinem Bett, ging ins Bad um mich frisch zu machen und meine Zähne zu putzen, und danach in die Küche um mir einen Kaffee zu kochen. Ohne den ging bei mir am Morgen wirklich gar nichts. Genauso wie ohne meine erste Zigarette am Tag. Wenn ich eins von beiden am Morgen nicht bekam, war ich für den Rest des Tages meist nicht ansprechbar.
Mit meinem Becher Kaffee und meiner guten Morgen Zigarette stand ich auf den Balkon und genoss die ersten Sonnenstrahlen des Morgens. Oder besser gesagt, die ersten der Woche. Die ganze Woche über hatte es geregnet, geschneit oder Sonstiges. Okay es war ja erst Februar, aber so allmählich konnte von mir aus der Frühling beginnen.
Völlig in Gedanken versunken stand ich da in einer dicken Decke eingemummelt in der Kälte und genoss die Ruhe und den Blick auf die riesigen Felder hinter dem Haus. Ich wohnte in einer kleinen 2 Zimmer Wohnung im ersten Stock eines alten umgebauten Bauernhauses. Mehrere Studenten hatten hier ihr Zuhause.
Dann holte mich mein Telefon, wie konnte es auch anders sein, wieder zurück in die Realität.
Verschlafen meldete ich mich und am anderen Ende der Leitung meldete sich ein total verwirrter und aufgedrehter Rob.

 

 


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